Preis Kosten Scheren Modelle für ADSL, VDSL, Kabel und Glasfaser

Die Überprüfung auf das Vorliegen von Preis-Kosten-Scheren (PKS) wird für die Regulierung zunehmend wichtiger auch für die belgische Telekommunikationsbehörde, BIPT. Sie hat den Telekommunikationsnetzbetreiber Proximus (zuvor Belgacom) und die Kabelnetzbetreiber Nethuys, Brutelé und Telenet als Betreiber mit beträchtlicher Marktmacht in Markt 5 (Breitbandzugang) identifiziert. In Markt 6 (Mietleitungen) verfügt Proximus nach Einschätzung von BIPT ebenfalls über beträchtliche Marktmacht.

Neben der Verpflichtung zur Bereitstellung eines Vorleistungsproduktes, besteht auch die Auflage, dass keine Preis-Kosten-Scheren vorliegen dürfen. Um das überprüfen zu können, hat WIK-Consult GmbH zusammen mit BIPT zunächst Prinzipien für PKS-Tests in Belgien entwickelt und BIPT bei deren Konsultation unterstützt. Darauf aufbauend wurden Modelle für PKS-Portfoliotests entwickelt, die auf die in Frage kommenden Märkte und Zugangsprodukte zugeschnitten sind. WIK unterstützte in diesem Zusammenhang auch die Datenabfragen, die Validierung der Rückläufe und die zugehörigen Konsultationsprozesse.

Aufgrund der komplexen Strukturen auf den Endkunden- und Vorleistungsproduktmärkten in Belgien wurden getrennte PKS-Testmodelle für das Privatkundengeschäft und für Kleinbetriebe entwickelt. Neben der traditionellen Kupferleitung wurde auch VDSL (VULA) als Vorleistung in die Betrachtung einbezogen. Neuartig sind die PKS-Modelle für den verpflichtenden Kabelnetzzugang, die für alle 4 Netzbetreiber separat erstellt wurden und den Uni- und Multicast-Aspekten von IPTV Rechnung tragen. Neuland wurde auch mit einem PKS Model für Geschäftskundenkontrakte, basierend auf NG Mietleitungen und Breitband Zugängen, betreten.

Peter Kroon
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